Schellweiler bewegt sich!


Die EinwohnerInnen von Schellweiler wurden bei einer Befragung im letzten Jahr aufgefordert, sich aktiv an der weiteren Entwicklung des Ortslebens zu beteiligen und mitzuhelfen, die Lebensqualität in Schellweiler zu verbessern.
Bei der Auswertung war „Wandern“ der am häufigsten genannt Wunsch.
Frau Petra Rübel, zertifizierte Gästeführerin, erklärte sich spontan bereit eine Tour zum Remigiusberg zu organisieren. Insgesamt dreizehn Personen zwischen 4 und 78 Jahren beteiligten sich an der Aktion. Bereits zu Beginn wies Frau Rübel die Gruppe auf die Besonderheit der Gesteinsart „Feist-Konglomerat“ hin, die in alten Häusern von Schellweiler noch anzutreffen ist.
Der Hinweg (ca. 6 km) verlief teilweise auf schneebedeckten und sogar vereisten Feldwegen über die Höhe der Winterhelle. Die herrliche Landschaft mit Blick auf die Preußischen Berge und die Burg Lichtenberg auf der einen Seite sowie den Königsberg, Potzberg und das anvisierte Ziel, die Ruine Michelsburg, genossen die Wanderer in vollen Zügen. Wiederholt hört man die Bemerkung: „Bei uns ist es sehr schön!“ Frau Rübel bereicherte die Tour noch durch fachliche Anmerkungen zu den Gesteinsarten am Wegesrand, Daten zu den umliegenden Bergen sowie sonstige amüsante Anekdoten.
Auf dem Remigiusberg stieß auch der Ortsbürgermeister, Herr Windfried Müller, zu der Gruppe. Er ließ es sich nicht nehmen, ein Getränk für die Wanderer zu spendieren. In der Kirche fand eine Führung durch Frau Rübel statt. Sie berichtete, dass während der französischen Revolution diese weitgehend zerstört wurde, so dass die heutigen Umrisse nur etwa ein Drittel der ursprünglichen Basilika darstellen. Einige stiegen sogar in die Gruft hinab, um die dort gelagerten Skelettfragmente und Schädel zu besichtigen. Nach einer gemeinsamen Stärkung in der Gaststätte und einen letzten Blick ins herrliche Glantal, fuhren manche mit dem Burgenbus zurück nach Schellweiler, während der harte Kern mit der Wanderführerin den Rückweg (ca. 8 km) über den Jakobsweg „zur schönen Aussicht“ nach Kusel „pilgerte“.
Auch hier faszinierte der Blick auf die beleuchtete Kreisstadt die Gruppe, bevor sie am ehemaligen VDK-Heim und der Rübezahlbank vorbei wieder Schellweiler erreichte. Trotz der Dunkelheit und des teilweisen beschwerlichen Weges vertraten alle die Meinung, dass diese gemeinsame Wanderung das Wir-Gefühl gestärkt hatte. Ein herzliches Dankeschön ging an Petra Rübel, die anregte, zukünftige Wanderungen in der Presse sowie in den örtlichen Informationstafeln zu veröffentlichen, um individuelle Interessen gemeinschaftlich zu organisieren und zu realisieren. Weitere Personen sind jederzeit herzlich willkommen.